Overclocking über den Multiplikator
Eine andere Möglichkeit des Overclocking ist die Wahl des Multiplikators.
Da sich die Taktfrequenz der CPU ja aus der Multiplikation von Frontsidebus und Multiplikator ergibt, wäre es ja nicht abwegig wenn man einfach mal den Multiplikator erhöht. So würde die von mir gewählte CPU, der E6400 (Multi von 8), bei einem gewählten Multiplikator von 9 mit einer Taktfrequenz von 2394 MHz anstatt der originalen 2133 MHz laufen. Leider ist dies bei den meisten heutigen Prozessoren nicht mehr möglich da diese nach oben hin "gelocked" sind und deshalb nur eine Übertaktung über den Fronsidebus zulassen.
Allerdings sind die heutigen Prozessoren darauf ausgelegt im Falle von "Langeweile" (also wenn die CPU nicht genutzt wird) die Frequenz, und damit auch den Stromverbrauch, zu senken. In diesem Falle wird einfach der Multiplikator gesenkt, z.Bsp. von 8 auf 6, und schon taktet der Prozessor langsamer und verbraucht weniger Strom. Diese Tatsache kann man sich beim Overclocking zu Nutze machen. So stellt man einfach den Multiplikator von 6 ein und erhöht gleichzeitig aber den Frontsidebus. In unserem Falle hieße das:
- Standard: 266 MHz (FSB) X 8 (Multi) = 2133 MHz (Taktfrequenz)
- Overclock: 355 MHz (FSB) X 6 (Multi) = 2130 MHz (Taktfrequenz)
Die resultierende Frequenz des Prozessors entspricht zwar der Standardfrequenz, durch den erhöhten Frontsidebus ist das System trotzdem schneller. Zur Verbildlichung: die CPU ist ein Wasserhahn und der Frontsidebus ist ein Strohhalm. Das Wasser repräsentiert den Datenstrom. Viel Wasser wird man nicht durch den Strohhalm bekommen. Wenn man nun den Frontsidebus erhöht, so macht man aus dem dünnen Strohhalm einen vollwertigen Schlauch und das Wasser kann besser fließen. Deswegen bringt eine Erhöhung des Frontsidebus mehr als die Erhöhung des Multiplikators.
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