RAM übertakten /Arbeitsspeicher übertakten
Da die Frequenz des RAM (Arbeitsspeicher) abhängig vom Frontsidebus ist, wird bei einer Übertaktung der CPU über den Frontsidebus gleichzeitig auch der RAM mit übertaktet.
Nehmen wir als Beispiel einen alten Athlon64 mit 2 GHz. Die Taktfrequenz setzt sich zusammen aus dem Frontsidebus von 200 MHz und einem Multiplikator von 10. Diesen übertaktet man jetzt auf 2,4 GHz, d.h. der Frontsidebus steigt von 200 auf 240 MHz. Gleichzeit steigt nun die Frequenz des RAM von 200 (DDR400) Mhz auf 240 MHz (DDR480).
Allerdings kann es sein das der RAM mit diesen Geschwindigkeiten nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert da die Geschwindigkeit einfach zuviel für ihn ist. In diesem Falle könnte die CPU vielleicht noch weiter übertaktet werden, jedoch startet der Rechner nicht da der RAM kapituliert. Abhilfe schafft hier der sogenannte RAM-Teiler. Er gibt das Verhältnis zwischen dem Frontsidebus und dem RAM an. Ein RAM-Teiler von 1:1 bedeutet das der RAM mit der gleichen Geschwindigkeit wie der Frontsidebus taktet. Im Standardfall von 200 MHz taktet also auch der RAM mit 200 MHz. Um nun bei unserem Beispiel den RAM mit seiner ordnungsgemäßen Frequenz von 200 MHz, die CPU aber mit 240 MHz laufen zu lassen, müsste man einen Teiler von 6:5 einstellen. Denn 6:5 = 240:200.
Auch beim Übertakten des RAM gilt die übliche Devise: immer in kleinen Schritten übertakten. Gegebenenfalls die Spannung erhöhen und dabei auch immer die Temperatur beobachten und vielleicht zusätzlich kühlen, z.Bsp. durch bessere Gehäusebelüftung, RAM-Kühler
oder gleich einen Aktivlüfter über den RAM basteln.
Um zu überprüfen ob der übertaktete RAM stabil läuft, startet man z.B. Prime95. Nach dem Start wählt man die Option "Just Stress Testing" und im darauf erscheinenden Fenster "Blend" und läßt es mindestens eine Stunde laufen.
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